Rückblick 2017 - Veranstaltung zur Messe

Montag, 23. Januar 2017, 20 Uhr, Literaturhaus Stuttgart: Boschareal / Breitscheidstrasse 4:

Gemeinsame Auftaktveranstaltung der Antiquaria Ludwigsburg und der Stuttgarter Antiquariatsmesse

»Schön, schöner, am schönsten«
50 Jahre Stiftung Buchkunst

Irme Schaber

(Foto © Uwe Dettmar)

Die diesjährige Auftaktveranstaltung zu den beiden Antiquariatsmessen war anlässlich ihres runden Jubiläums der Stiftung Buchkunst gewidmet.

In ihrem Vortrag gab Katharina Hesse, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, einen Einblick über deren Wirken seit einem halben Jahrhundert, beginnend mit dem Zweck der Stiftung über die Arbeit der unabhängigen Fachjurys und die Kriterien für auszeichnungswürdige Bücher bis zu deren öffentlicher Präsentation.

Anhand ausgewählter prämierter Werke der Ausstellung »50 Jahre – 50 Bücher« gibt sie Einblicke in die Veränderungen der Buchkunst, erläutert Trends und die Bedeutung von technischen Innovationen bei der Gestaltung und Produktion der schönen Bücher. Fast 800 Titel aus allen Genres wurden von den Verlagen für den Wettbewerb 2016 eingereicht, 25 davon als »schönste deutsche Bücher« prämiert. Es sind jeweils 5 Werke aus den Bereichen Literatur, Sachbuch und Wissenschaft, Kunst-, Foto-, Ausstellungskataloge, Kinder- und Jugendbücher sowie Ratgeber, die als vorbildlich gelten, Zeichen setzen und Strömungen auf dem aktuellen Buchmarkt zeigen.


Gemeinschaftsveranstaltung der Stuttgarter Antiquariatsmesse und der Antiquaria in Ludwigsburg in Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart.


Rückblick 2016 - Veranstaltung zur Messe

Dienstag, 19. Januar 2016, 20 Uhr, Literaturhaus Stuttgart: Boschareal / Breitscheidstrasse 4:

Gemeinsame Auftaktveranstaltung der Antiquaria Ludwigsburg und der Stuttgarter Antiquariatsmesse

"Nicht mehr lesen! Sehen!"

Irme Schaber

(Foto © Matthias Abbrecht)

Irme Schaber unternahm einen Streifzug durch die Fotogeschichte vom Neuen Sehen bis in die Nachkriegszeit.

Der Vormarsch des Visuellen begann in den 1920er Jahren, als die Fotografie zum Massenmedium wurde: illustrierte Zeitschriften erreichten Millionenauflagen, Fotobücher wurden zu einem neuen Ausdrucksmittel. Die fotografische Avantgarde orientierte sich nicht mehr an der Malerei, sondern am Film, reflektierte das Tempo der Zeit mit optischen Verfremdungen sowie einer neuartigen Material- und Sachfotografie. 1929 zeigte die Stuttgarter Werkbundausstellung „Film und Fotografie“ in einer epochemachenden Übersichtsschau internationale Positionen und Anwendungsgebiete der neuen Fotoästhetik. Nach 1945 knüpfte eine junge Generation auf der Suche nach möglichst ideologiefreien Räumen daran an – um sich, wie etwa die „Subjektive Fotografie“ und andere Strömungen, bald schon in neue Zeit-Bild-Experimente zu stürzen.

Irme Schaber arbeitet als Autorin und Dozentin zu Fotografie, Exil und Kulturgeschichte. Sie hat 2013 die große Biografie über die Fotoreporterin Gerda Taro veröffentlicht.


Gemeinschaftsveranstaltung der Stuttgarter Antiquariatsmesse und der Antiquaria in Ludwigsburg in Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart.



Rückblick 2015 - Veranstaltung zur Messe

Montag, 19. Januar 2015, 20 Uhr Literaturhaus Stuttgart, Boschareal / Breitscheidstrasse 4

Gemeinsame Auftaktveranstaltung der Antiquaria Ludwigsburg und der Stuttgarter Antiquariatsmesse:

Gescheiterte Titel - die verborgene Seite der Literatur
Annette Pehnt, Anna Katharina Hahn und Jo Lendle

Lesung und Podiumsgespräch

Annette Pehnt Jo Lendle

Über 60 zeitgenössische Autorinnen und Auoren aus Prosa und Lyrik haben über einen frischgeschlüpften Titel geschrieben, der von ihnen selbst oder vom Verlag verworfen wurde. Dazu haben über 60 junge Graphiker für die Titel, die nie welche wurden, Buchumschläge entworfen. Entstanden ist eine wunderbare Serie von Buch-Dummies, publiziert in dem jüngst erschienenen Band "Die Bibliothek der ungeschriebenen Bücher". Titel sind eine Verlockung. In ihnen kündigt sich ein Werk an, das sich noch nicht zeigt, aber hinter dem Vorhang auf seinen Auftritt wartet. Titel öffnen Türen für noch nicht betretene Räume, aber nur einen Spaltbreit. Sie gewähren einen Blick in die Werkstatt, in die Konzeption und Poetik ihrer Autoren. Über Titel werden die Bücher zugleich vermarktet, bestellt, gelistet und rezensiert. Sie sind Schnittstelle zur Außenwelt und eine der Eintrittskarten in den Literaturbetrieb. Die Autoren wissen das nur allzu gut. Dennoch haben sie eine Beziehung zu ihren Titeln, die passioniert, obsessiv oder voller Reibung sein kann, aber eines niemals: leidenschaftslos. Wenn Autoren und Verlage über Titel nachdenken, geht es dabei ums Ganze - jeweils aus einer genuin eigenen Sicht: darum, wie der Text sich dem Autor zeigt und zum Leser sprechen soll. Darüber diskutierten Annette Pehnt, Herausgeberin und Initiatorin des Projekts, die Schriftstellerin Anna Katharina Hahn und Tom Kraushaar, Geschäftsführer vom Klett-Verlag.



Rückblick 2014 - Veranstaltung zur Messe

Montag, 20. Januar 2014, 20 Uhr Literaturhaus Stuttgart, Boschareal / Breitscheidstrasse 4

Gemeinsame Auftaktveranstaltung der Antiquaria Ludwigsburg und der Stuttgarter Antiquariatsmesse mit Ulrich Raulff und Wulf D. von Lucius:

Raulff

Das Ende des Pferdezeitalters zieht sich in die Länge. Fast anderthalb Jahrhunderte dauert der Prozess. Als er beginnt, lebt Napoleon noch, als er endet, schreibt Claude Simon den Roman La route des Flandres. Dazwischen liegt das lange 19. Jahrhundert, das den Verbrauch von Pferden noch einmal in ungeahnte Höhen getrieben hat. Gleichzeitig hat es zahllose Federn in Bewegung gesetzt und eine Flut hippologischer Traktate entstehen sehen, deren sich heute allenfalls Historiker der Veterinärmedizin und Antiquare noch erinnern: ein versunkener Kontinent unserer Literaturgeschichte.

Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, arbeitet an einer Monographie über das Ende des Pferdezeitalters und gab in seinem Vortrag und dem anschliessenden Gespräch mit dem Verleger und Sammler Wulf D. von Lucius Einblick in den erstaunlichen Reichtum der so genannten "Pferdewissenschaft" um 1800.


Rückblick 2013 - Veranstaltung zur Messe

Mittwoch, 21. Januar 2013, 20 Uhr Literaturhaus Stuttgart, Boschareal / Breitscheidstrasse 4

Gemeinsame Auftaktveranstaltung der Antiquaria Ludwigsburg und der Stuttgarter Antiquariatsmesse mit

Dirk Heißerer und Eberhard Köstler:

Dirk Heißerer Eberhard Köstler

Hedwig Pringsheim: Briefe an Katia Mann 1933 – 1941
Hintergründe einer Briefedition

Im April 2013 erscheint im Wallstein Verlag Göttingen die vollständige und ausgiebig kommentierte Edition der 375 Briefe Hedwig Pringsheims aus München und Zürich an ihre Tochter Katia Mann in die jeweiligen Exilorte der Manns. Diese Briefe waren eine wichtige Quelle für die Biographien „Frau Thomas Mann" und „Katias Mutter" von Inge und Walter Jens. Für sich genommen sind diese Briefe aber ein literarisches und zeitgeschichtliches Zeugnis ganz eigener Art.

Der Herausgeber Dirk Heißerer gab einen Einblick in seine dreijährige Arbeit an diesem Projekt und zeigte neben ausgewählten Briefen auch Fundstücke wie den wiederentdeckten Katalog der mathematischen Bibliothek Alfred Pringsheims sowie Fotos, Exlibris und Widmungsausgaben. Sein Gesprächspartner war der Antiquar und Autographenhändler Eberhard Köstler, von 2006 bis 2012 Vorsitzender des Verbands Deutscher Antiquare. Im Nebenberuf Musiker, setzte er zusamamen mit dem Gitarristen Lorenzo Petrocca kontrapunktische Akzente zum Musikverständnis der Familie Mann mit Ausflügen in den Jazz.

Dr. Dirk Heißerer ist Literaturwissenschaftler, Autor und Herausgeber sowie Veranstalter Literarischer Spaziergänge und Exkursionen (www.lit-spaz.de). Er ist Vorsitzender des Thomas-Mann-Forums München e.V. (www.tmfm.de) und wurde 2009 mit der Thomas-Mann-Medaille der Deutschen Thomas-Mann-Gesellschaft (Lübeck) ausgezeichnet.


Gemeinschaftsveranstaltung der Stuttgarter Antiquariatsmesse und der Antiquaria in Ludwigsburg in Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart. Der Eintritt beträgt 9 Euro, für Mitglieder des Literatur-hauses 7 Euro. Vorverkauf in der Buchhandlung im Literaturhaus (0711-2842904) oder online: www.literaturhaus-stuttgart.de.

Alle BesucherInnen erhalten eine kostenlose Kombi-Eintrittskarte für die Antiquariatsmessen Stuttgart und Ludwigsburg sowie beide Messekataloge.




Rückblick 2012 - Veranstaltungen zur Messe

Mittwoch, 18. Januar 2012, 20 Uhr Literaturhaus Stuttgart

Die gemeinsame Auftaktveranstaltung der Antiquaria Ludwigsburg und der Stuttgarter Antiquariatsmesse mit Annette Kulenkampff, Akka von Lucius, Simone Schimpf:

Annette Kulenkampff Akka von Lucius Simone Schimpf

"Das Buch als Kunstwerk - Künstlerbücher - das schöne Buch"

"Für"s Schönheit verlangende Auge", schwärmte Stefan George. Lao-Tse vergleicht ein schönes Buch mit einem Schmetterling: "Leicht liegt es in der Hand, entführt uns von einer Blüte zur nächsten und lässt den Himmel ahnen." Seit Erfindung der Buchdruckerkunst fasziniert die Menschen am Buch neben Text, Amüsement und Erkenntnis vor allem eines: seine Schönheit. Wenn Holzschnitt, Kupferstich und Lithographie, Papier, Typographie, Buchmalerei und Einbandkunst eine Verbindung eingehen, wird das Buch zum ästhetischen Hochgenuss. Über die vielen Facetten des Gesamtkunstwerks "Buch" sprachen Annette Kulenkampff, Geschäftsführerin des Hatje Cantz Verlags, die Stuttgarter Sammlerin Akka von Lucius und Simone Schimpf, Kuratorin und stellvertretende Leiterin des Stuttgarter Kunstmuseums.


Donnerstag, 26. Januar 2012, 20.15 Uhr: Musikhalle Ludwigsburg, Podium:
"Preisverleihung 18. Antiquaria-Preis"


Freitag, 27. Januar 2012, Musikhalle Ludwigsburg: "Antiquaria - Einblicke"

Interessierte BesucherInnen hatten am zweiten Messetag Gelegenheit, die Antiquaria, ihre AusstellerInnen und ihre Arbeit besser kennenzulernen: Zu jeder vollen Stunde erzählte ein Aussteller an seinem Messestand etwas über seine Arbeit und über die Besonderheiten seiner Bücher und Graphiken.


Rückblick 2011

Dienstag, 24. Januar 2011, 20 Uhr, Literaturhaus Stuttgart

Die gemeinsame Auftaktveranstaltung der Antiquaria Ludwigsburg und der Stuttgarter Antiquariatsmesse mit Denis Scheck und Rainer Moritz:

"Wieviele Bücher braucht der Mensch?"

Loriot verdanken wir die empirisch verbürgte Einsicht, dass plötzliche Regenfälle zum Betreten einer Buchhandlung führen können. Denis Scheck, Redakteur beim Deutschlandfunk und Moderator der ARD-Sendung "druckfrisch", und Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses und Autor zahlreicher Bücher, gehören zu jener Spezies von Menschen, die selbst bei größter Hitze forschen Schrittes jede erreichbare Buchhandlung ansteuern.
Das Leben dieser Sonderlinge gilt ganz und gar (oder: fast ganz und gar) den Büchern, und deshalb redeten sie an diesem Abend über frühe Leseerinnerungen, die Schönheit von Bibliotheken und Buchhandlungen, über Lieblingsautoren, Lebensbücher ("Zettel"s Traum", "Die kleine Hexe" oder "Der Kutscher und der Wappenmaler") und die Möglichkeit, aus Romanen etwas fürs Leben zu lernen.
So war zu erwarten, dass sie im Laufe des Abends zudem über die Zukunft des e-books, den Bahnhof als Motiv in der Weltliteratur und die Chancen des VfB Stuttgarts sprechen und am Ende beide die titelgebende Frage der Veranstaltung exakt beantworten.